
Mit dem Siegeszug der Naturwissenschaften ab dem 18.Jh verlor die Astrologie schnell an Bedeutung. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hatten die Astrologen selber, die auf einem überholten Weltbild beharrten. Erst zu Beginn des 20.Jh. streifte die Astrologie ihr verstaubtes Antlitz ab und ging eine äußerst fruchtbare Allianz mit der Psychologie ein, und zwar insbesondere mit der Archetypenlehre des Schweizer Psychiaters C.G. Jung (1875 – 1961).
Astrologie wurde an den Universitäten gelehrt und galt unabdingbar für den gebildeten Mann. Die neuzeitliche Erkenntnis, dass nicht die Erde im Zentrum des Universums steht, führte zum Auseinanderdriften von Astrologie und Astronomie. Der letzte große Gelehrte, der beides vereinte, war Johannes Kepler (17.Jh).
Damit verlagerte sich der Schwerpunkt von der Ereignisprognose hin zur Charakterbeschreibung. Ab etwa 1950 entstanden auf dieser Basis die Grundlagen der modernen psychologisch orientierten Astrologie.
Eine ausführliche Geschichte der Astrologie findet sich auf der Webseite des Kepler-Instituts.
https://www.kepler-institut.at/astrologie-geschichte.html
